“Ein lebendig Gutes dem Volke, das einen Halt sucht und Gedanken, mit denen es sich weiterleben läßt”, hatte Johannes R. Becher verkündet. So war der “Held der Arbeit” in die Literatur doziert worden, der wackere Kämpfer ohne Fehl und Tadel, der lachende Sozialist - geschmückt mit dem didaktischen Humor eines Hermann Kant.
“Man verehrt Goethe, aber er ähnelt dem Soldatenkönig. Man bewundert das Schöne, aber es ist die Nacktheit, man ist für Sauberkeit, aber sie ist steril; der Mythos, den man verehrt, ist Kolportage; das Gemüt im Heim liegt auf Plüsch”. Heinrich Mann
Der kleinbürgerliche Geist, der längst über seinen soziologischen Träger hinauswuchs, ist gut für Hohn und Spott. Der Kleinbürger als ‘Ideologiekomplex’ - das ist das stille Glück im Winkel und die Banalität des Bösen. Als formalistischer Tugendbold ist der Kleinbürger sittsam, grausam und unaufhaltsam.
Es war einmal eine kleine Biene, die anders war als die anderen Bienen. Nicht bescheiden und fleißig, sondern faul, vorlaut und neugierig. So sagte sie ihren Kameraden und dem Kaiserreich ade und flog in die weite Welt.
Der enorme und dauerhafte Erfolg dieser Tiergeschichte verblüfft. Was ist denn eigentlich so außergewöhnlich an dieser vagabundierenden Biene und ihren Abenteuern, deren Geschichte laut Aussage ihres Erfinders Waldemar Bonsels nur aufgrund einer Wette entstanden ist?
Keine politischen Absichten mehr. ‘In’ ist die Innenwelt. Doch was bedeutet dieser Perspektivenwandel? Sehnsucht nach den Paradies, Flucht in eine heile Welt, Erforschung der inneren Kontinente?
Hochentwickelte Maschinen ersetzen menschliche Arbeitskraft. ‘Aufschwung ohne Arbeit’ ist das Signum der Zeit. Doch wohin führt dieser technische Wandel? In eine neue Armuts-, eine Unternehmergesellschaft? Oder sind die Rationalisierungsverlierer letztlich die Gewinner? Ökonomen prognostizieren wachsenden Bedarf an Spezialqualifikationen in Technologien der Zukunft, ein ‘neues Maß lebendiger Arbeit’.