Follow the money · Die Entwicklungshelfer-Industrie
Umwelt, Gender und Good Governance, das sind die Missionen der Zukunft, weiß der Entwicklungshelfer. 6 Milliarden Euro fließen jährlich von Deutschland aus in die internationale Entwicklungshilfe, mit gigantischem Personalaufwand. Denn statt direkt Geld zu transferieren, schicken mehr und mehr “Geber” lieber ihre Leute in die “Nehmerländer”. Heute sind sie mit einem Frauenprogramm in Afghanistan, morgen mit einem Rechtsverbreitungsprojekt in Äthiopien. Doch die meisten Projekte scheitern, so meinen Experten, an den zu großen Kulturunterschieden zwischen den Helfern und den Hilfesuchenden. Also fließt das Geld zunächst in Trainingslager und Übungskurse in Deutschland. Dort sollen aus Umwelttechnikern, Agrarwirten, Juristen, Ökonomen oder Pädagogen Entwicklungsmanager mit interkultureller Kompetenz werden. “Außenpolitik mit anderen Mitteln”, loben Konzepter die intensiven Bemühungen. Doch ob daran nur die Entwicklungshelfer-Industrie selbst verdient, versucht das Feature zu ergründen.
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Montag, 06.06.2011 um 20:05 Uhr · WDR 5 Feature DOK 5 · 55 Min

