Der Koch und der Krieg Oder: Was macht ein Truppenverpfleger der Bundeswehr in Afghanistan?
Ein Feldkoch zieht ins Feld und verpflegt die kämpfende Truppe. Doch die Feldköche der Bundeswehr mussten ja noch nie ins Feld - bis jetzt. Im Trainingslager in Osterholz bei Bremen ist ein Verpflegungszelt aufgebaut, originalgetreu, und in wenigen Minuten wieder abgebaut, wenn es sein muss.
Fit für Afghanistan sollen die 20 Männer sein, die hier für ihren Einsatz üben, auch der junge Feldkochunteroffizier, der sich in dem engen Kochcontainer mit den sperrigen Kesseln und Töpfen quält. Er ist Spezialist für Suppen mit Knödeleinlagen, erzählt er. In seinem Heimatstädtchen, im Gasthof “Zur Rose”, hat er den Beruf des Kochs erlernt, und vor drei Jahren hat er sich bei der Bundeswehr verpflichtet, wegen des sicheren Arbeitsplatzes. Im Sommer geht er das erste Mal nach Afghanistan, zusammen mit den anderen Köchen. “Dann marschieren sie in der Kolonne mit, wie jeder Panzergrenadier auch”, erklärt der Kommandeur der Verpflegungseinheiten. Denn die neue Afghanistan-Strategie der NATO, dauerhafte militärische Präsenz im Gelände, weit weg von den Feldlagern, gilt nicht nur für die Truppen, sondern auch für die Köche. Ohne Mampf kein Kampf.
Sendetermine im Radio:
Mittwoch, 14.07.2010 um 19:20 Uhr · SWR 2 · 25 Min

