Himmel, Ruhm und Finsternis · Impressionen vom Wiener Zentralfriedhof
Über den Gräbern schwebt der Geist der Vergessenen und der Berühmten: Beethoven, Gustav Klimt, Peter Altenberg. Die Wiener Totenstadt wurde am 1. November 1874 eröffnet, ist 240 Hektar groß, das Leichenfeld hat Platz für vier Millionen. Der jüdische Teil ist zugewachsen.
Jeden Abend, wenn es dunkel wird, werden die fünf Tore geschlossen. Obdachlose erklettern Schlafstellen. Am Morgen steigt Bodennebel auf. Der Portier löst den Nachtwächter ab. Touristen suchen Ehrengräber.
Wer hinfahren will, muss vom Westbahnhof aus die Straßenbahnlinie 6 nehmen, die Semmeringer Hauptstraße herunterfahren, am großen Tor 2 aussteigen. Das Mitführen von Hunden ist verboten.
Regie: Burkhard Ax

